AFA-Batterien
AFA - Das doppelte Plus für alle Ansprüche
Durch die steigende Anzahl von elektrischen Verbrauchern sind die Anforderungen an die Batterie gestiegen. AFA-Batterien sind dieser Entwicklung optimal angepasst und beiten mit der AFA Plus und der AFA Plus HS für jeden Einsatzzweck die richtige Lösung. Das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis, das vereinfachte Handlng und der Vorteil mit nur zwei Batterielineien eine Maximale Marktabdeckung zu erreichen, macht AFA zur idealen Starterbatterie für Werkstätten, Handel und Verbraucher.
Zur Geschichte der Accumulatoren -Fabrik - Aktiengeselschaft
Gründung der AFA
So wurde am 01.01.1890 die „Accumulatorenfabrik Tudorschen Systems Müller & Einbeck“ Unter Beteiligung von Siemens und der AEG in eine Aktiengesellschaft mit den Namen Accumulatoren – Fabrik- Aktiengesellschaft, kurz „AFA“ umgewandelt. Das Gesellschaftskapital betrug 4,5 Millionen Mark. Siemens und die AEG verzichteten ausdrücklich auf eigene Fabrikationsstätten und verpflichteten sich nur Tudor Akkumulatoren zu verwenden. Zur gleichen Zeit konnte aus das erste fremde Akkumulatorenwerk, ein Wiener Unternehmen aufgekauft werden.
Die AFA erzielte alsbald beträchtliche Erfolge, darunter die erste Lieferung einer Grubenlokomotive 1892 an eine Essener Zeche. Für die elektrische Beleuchtung in Eisenbahnwagen wurden Batterien und Anlagen für das In- und Ausland geliefert.
Die AFA befand sich infolge der überlegenen Qualität ihrer Erzeugnisse, ihrer intensiven Forschung und Entwicklung und nicht zuletzt ihrer vortrefflich ausgebauten Vertriebsorganisation in einer sehr günstigen Position gegenüber ihren Mitbewerbern. Einem Festen Kundenkreis entsprachen eine ausgebreitete Vertriebsorganisation sowie ei gut organisierter Kundendienst. So konnte die angebliche Überlegenheit neuer Produkte der Konkurrenz gewöhnlich nur in Preisunterbietung bestehe, der Käufer aber schnitt beim Erwerb billigerer Erzeugnisse fast immer schlechter ab. Die AFA war nicht, wie manche ihrer kleineren Wettbewerber, gezwungen, Aufträge um jeden Preis hereinzuholen. Zwischen 1890 und 1909 erwirbt die AFA elf inländische und 13 ausländische Akkumulatorenwerke darunter auch ein Werk in Oberschöneweide bei Berlin, wo 1904 die Varta als Tochterunternehmen der AFA gegründet. Es entstehen zahlreiche Niederlassungen und Ingenieur Abteilungen in der ganzen Welt- die Produktion und der Export steigen erheblich. 1913, nach 25-jährigen Bestehen, ist die AFA einer der drei größten Batteriehersteller der Welt. In zehn ausländischen Tochtergesellschaften wird wie in Hagen produziert. Durch eine einheitliche Betriebsüberwachung war eine gleichmäßige Qualität des AFA - Tudor Fabrikats in aller Welt garantiert. Allein in Deutschland waren über 4000 Mitarbeiter beschäftig , die eine Umsatz von18 Millionen Mark erwirtschafteten.
Der I. Weltkrieg
Der 1. WK verändert die Wirtschaftslage erheblich. Neben Schwierigkeiten in der Rohstoffbeschaffung musste die Produktion auf die Bedürfnisse des Militärs umgestellt werden. Die Anwendungsbereiche des Akkumulators erweiterten sich ganz außerordentlich. Beim Heer waren es in erster Linie die technischen Truppen, die den Akkumulator als jederzeit gebrauchsfertige und leicht bewegliche Stromquelle anforderten. Die Marine brauchten für Ihre U-Boote Batterien mit einer Leistung von 1500 – 3500 kWh. Der Bedarf stieg hierbei dermaßen, dass zeitweise die gesamte Kapazität des Hagener Stammwerkes in Anspruch genommen wurde.
1924 setzt nach Inflation und innenpolitischen Wirren ein wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland ein, was wiederum zur steigenden Nachfrage nach Akkumulatoren führte: die Batterieanlagen in den großen Zentralen wurden instandgesetzt, umfangreiche Vergrößerungen von Licht- und Kraftanlagen vorgenommen. Daneben mussten immer mehr Fahrzeugbatterien geliefert werden, denn die Zahl der Elektrofahrzeuge stieg schnell.
1925/26 wurde das Vartawerk Oberschöneweide zur Massenerzeugung von Starter- und Rundfunkbatterien mit modernsten Maschinen und mit Wandertischen für die Fließbandarbeit ausgerüstet. Im Ausland wurden die durch Krieg und Versailler Vertrag verlorengegangenen industriellen Stützpunkte zwischen 1924 und 1930 erneut aufgebaut. Mit Erwerb der Pertrix AG 1926 und der Aufnahme der Herstellung von Primärbatterien war die AFA nun auf allen Gebieten der Stromspeichertechnik tätig.
Das 3. Reich
Arbeitsbeschaffung, Motorisierung , Wiederherstellung der Wehrhoheit und schließlich die Aufrüstung wirkten sich belebend auch auf die AFA aus. Die Produktion musste ständig gesteigert werden- Rund 1,6 Millionen Kraftfahrzeuge liefen in Deutschland. Zwar kamen 1937 noch 47 Einwohner auf ein PKW, jedoch nahm die Motorisierung rausch zu.
Das die Werke Hagen und Oberschöneweide kaum Gelände zu weiterer Ausdehnung besaßen, musste man sich nach einem neuen Gelände umsehen. So wurden 1936 – 85 Hektar Land in Hannover-Stöcken erworben, wo in ihrem Arbeitsablauf nach den modernsten Erkenntnissen gestaltet wurde. Der Ausbruch des Krieges 1939 zwang allerdings zur Umstellung der Produktion auf U-Boot und Torpedo Batterien. Zu dieser Zeit arbeiten in Hannover bis zu 5600 Menschen. Das Werk Hagen wurde vorzugsweise für die Herstellung von Fahrzeugbatterien herangezogen, auf deren Fertigung der Betrieb schon seit längerer Zeit umgestellt worden war, nachdem der Baustationärer Batterien – früher die Hauptaufgabe des Stammwerkes, immer mehr Bedeutung verloren hatte: die Verbundsysteme der großen Elektrizitätswerke waren inzwischen soweit entwickelt und ausgebaut worden, dass man auf Batteriespeicher verzichten konnte. Das Werk Oberschöneweide produzierte während des Krieges vorwiegend Starter- und Beleuchtungsbatterien. Bald nach dem Polenfeldzug errichtete die AFA in Posen ein neues großes Werk für Spezialakkumulatoren. Dieser Betrieb , mit 7000 Beschäftigten , stellte das Musterbeispiel für eine in Menge und Rentabilität der Fertigung höchsten Ansprüchen genügende Produktionsstätte das. Noch im Jahre 1944 arbeiteten alle Betriebe trotz der zunehmenden Luftangriffe und der dadurch verursachten Zerstörungen mit voller Kraft. Am 20. April 1945 besetzten die Alliierten Hannover- Betrieb und Verkehr standen still, die Tätigkeit der AFA musste als beendet angesehen werden. Aber schon am 1. Juli 194 begann in Hannover doch wieder die Produktion von Starterbatterien für die britische Besatzungsmacht. Im Herbst 1945 wurde Günther Quandt verhaftet und brachte über ein Jahr lang im Internierungslagern zu. Die von den Briten geplante Totalmontage des Werkes Hannover konnte bis auf 50% gemindert werden. Wie nach den 1. WK waren bei der AFA wieder alle Auslandsbetriebe enteignet worden, alle Auslandsverträge wurden von der Militärregierung für nichtig erklärt. In der russischen Besatzungszone wurden das Varta Werk in Oberschöneweide, Pertirix in Niederschöneweide und drei weitere Zuliefere der AFA enteignet. In den verbleibenden AFA-Werken bemühte man sich die Zerstörungen zu beseitigen und die Produktion zu beleben. Durch den Marshall-Plan und die Währungsreform erhielt die deutsche Wirtschaft wieder Auftrieb, was sich auch auf die AFA auswirkte.
Der Neuaufbau
1950 wurde der Sitz der AFA nach Frankfurt verlegt. Das Werk Hagen stellte seiner alten Tradition entsprechend weiterhin ortsfeste und Fahrzeugantriebsbatterien er, die unter der Marke AFA vertrieben wurden. In einer eigenen Maschinenfabrik wurden außerdem Spezialmaschinen und Werkzeuge für die Akkumulatorenproduktion hergestellt. Die in Ostberlinenteigneten Betriebe, die Tochtergesellschaften Varta und Pertrix erhielten das AFA Werk in Hannover. Die Varta produzierte wieder hauptsächlich Starter- und Motorradbatterien und die Pertrix Trockenbatterien und Taschenlampen. 1954 stirbt Günther Quandt während eines Urlaubs in Kairo. Mit seinen Söhnen Harald und Herbert übernimmt eine dritte Generation die AFA und beginnt nach ihren Vorstellungen zu formen.




